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Reisekrankheit: Es trifft nicht jeden!

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Die leichteste Form der Reisekrankheit führt zu Müdigkeit mit vermehrtem Gähnen, Abgeschlagenheit und allgemeinem Desinteresse «Lethargie». Dazu können Kopfschmerzen und häufiges zwanghaftes Schlucken kommen. Menschen mit einer schweren Reisekrankheit leiden oftmals an Übelkeit mit Erbrechen, abfallendem Blutdruck und Hyperventilation bis hin zu einem Kreislaufkollaps.
Erstaunlich ist, dass gerade einmal zehn Prozent der Menschen immun gegen die Reisekrankheit sind. Schon fünf bis 15 Prozent erleiden bereits durch leichten Seegang oder beim Autofahren Probleme. Angst und Stress, beispielsweise Flugangst, verschlimmern das Problem zusätzlich.
Es kommt zur Reisekrankheit, weil die Bewegung und die Beschleunigung im Innenohr anders empfunden wird, als das die anderen Sinnesorgane vermitteln. Diese Bewegungen, beispielsweise eines Schiffs, führen zu einer dauerhaften Bewegung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr. Im gleichen Moment haben aber die Augen und andere Sinnesorgane den Eindruck einer stabilen Umwelt. Diese Unausgewogenheit ist der Auslöser.
Etwas Ähnliches passiert beim Autofahren: Der Körper bleibt zwar im Wagen auf der Stelle, aber die Augen melden eine schnelle Bewegung durch das Fahren. Das Gehirn versteht das nicht und veranlasst die Ausschüttung der Hormone Dopamin und Serotonin, worauf der Körper mit Übelkeit und Erbrechen reagiert.
Hätten Sie übrigens gewusst, dass Säuglinge seltener unter der Reisekrankheit leiden? Das ist so, weil ihre Wahrnehmung noch nicht so stark ausgeprägt ist. Sie sind dafür umso empfindlicher im Wachstum, da ihre sensorische und motorische Fähigkeit noch nicht fertig entwickelt ist.

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