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Jetlag – wenn die innere Uhr aus dem Takt gerät

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Treten Herr und Frau Schweizer eine längere Reise an und überqueren sie mehrere Zeitzonen, dann ist der Jetlag meistens die Folge. Solche Fernreisen bringen die «innere Uhr», also den Schlaf-Wach-Rhythmus und auch verschiedene andere Körperfunktionen aus dem Takt. Ihre «Zeit» stimmt nicht mehr mit der tatsächlichen Ortszeit überein.
Der menschliche Körper hat viele biologische Uhren. Jede Zelle und jedes Organ besitzt gleich mehrere. Gesteuert werden alle über ein kleines Nervenknäuel im Gehirn, namens «nukleus suprachiasmaticus». Diese Hirnregion koordiniert die alltäglichen Abläufe im Körper und sorgt beispielsweise für den Müdigkeits-, Hunger- und Dursteffekt. Sie orientiert sich am Sonnenlicht. Auch Hormone wie Melatonin beeinflussen die innere Uhr.
Bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt hat, kann es Tage, manchmal auch eine oder mehrere Wochen dauern – das ist von Mensch zu Mensch ganz verschieden.
Bewegung an Board und genügend Flüssigkeit wecken müde Lebensgeister. Viel Eiweiss wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukte halten länger wach. Lebensmittel mit Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Nudeln und Reis machen eher müde. Wichtig ist auch, so lange wach zu bleiben, wie es hell ist und erst zu Schlafen wenn es dunkel ist.
Am Reiseziel angekommen, sollte man sich nach dem Tageslicht richten und sich insbesondere am Nachmittag draussen aufhalten. Licht ist der wichtigste Zeitgeber der inneren Uhr. Das gilt auch an bewölkten Tagen.
Alkohol und Koffein sollte man meiden, denn beide verzögern, dass sich der Organismus auf die neue Zeit umstellen kann.

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