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Verdacht auf Hirnschlag? Erkennen, rasch und richtig handeln!

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Alle 30 Minuten erleidet eine Person in der Schweiz einen Hirnschlag. Betroffen sind vor allem ältere Personen mit den bekannten Risikofaktoren: Tabakkonsum, hoher Blutdruck, Diabetes, schlechte Blutfettwerte, mangelnde Bewegung, unausgewogene Ernährung und unbehandeltes Vorhofflimmern. Aber auch junge Menschen können einen Hirnschlag erleiden, zum Beispiel infolge eines Risses einer hirnversorgenden Arterie nach einem Sturz.

Plötzliche Durchblutungsstörung
Die häufigste Ursache eines Hirnschlags ist ein Blutgerinnsel, das ein Hirngefäss verschliesst und die Durchblutung von Teilen des Gehirns blockiert. Dadurch erhalten die betroffenen Nervenzellen keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe mehr und sterben rasch ab. Die Folge ist der Ausfall wichtiger Körperfunktionen. Bei der Notfallbehandlung eines Hirnschlags wird daher versucht, das Gerinnsel möglichst schnell mit Medikamenten aufzulösen oder mechanisch zu entfernen, um die Blutversorgung wiederherzustellen.

In ein spezialisiertes Spital
Bei einem Hirnschlag zählt jede Minute. Je rascher der oder die Betroffene in ein spezialisiertes Spital eingeliefert wird, desto mehr Hirngewebe kann vor dem Absterben gerettet werden. Universitätskliniken und einige grosse Spitäler verfügen über spezialisierte Teams zur Behandlung von Hirnschlagpatienten. Diese Teams arbeiten in sogenannten Stroke Centers oder Stroke Units (Schlaganfallstationen). Stroke Centers und Stroke Units verfügen über die nötige technische Einrichtung zur sofortigen Diagnosestellung und unverzüglichen Therapieeinleitung. Alarmieren Sie deshalb bei Verdacht auf Hirnschlag sofort den Notruf 144 und verlangen Sie die Überweisung in ein Stroke Center oder in eine Stroke Unit.

Vorboten ernst nehmen
Bei jedem dritten Betroffenen gehen dem Hirnschlag Warnsignale voraus, die es ernst zu nehmen gilt. Solche Warnsignale sind flüchtige Durchblutungsstörungen, bekannt als Mini-Schlaganfälle, eine Streifung oder ein «Schlegli». Der Fachbegriff dafür lautet «transitorische ischämische Attacke» (TIA). Bei einer TIA treten die gleichen Symptome auf wie bei einem Hirnschlag. Sie dauert aber oft nur wenige Minuten und verschwindet spontan wieder. Alarmieren Sie bei solchen Warnsignalen unverzüglich den Notruf 144 und lassen Sie sich in ein Stroke Center oder eine Stroke Unit überweisen, auch wenn die Warnzeichen wieder abgeklungen sind. Denn das Risiko eines schweren Hirnschlags ist jetzt besonders gross.

Die wichtigsten Anzeichen eines Hirnschlags sind:

Plötzliche Lähmung, Gefühlsstörung oder Schwäche, meist nur auf einer Körperseite (Gesicht, Arm oder Bein)
Plötzliche Blindheit (oft nur auf einem Auge) oder Sehen von Doppelbildern
Sprachstörungen und Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen

Wenn eines dieser Symptome auftritt: Alarmieren Sie sofort den Notruf 144. Verlangen Sie die Überweisung in das nächstgelegene Spital mit Stroke Center oder Stroke Unit, das auf die Behandlung von Hirnschlagpatientinnen und -patienten spezialisiert ist.

Weitere Informationen zum Hirnschlag erhalten Sie auf www.hirnschlag.ch.

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