FODMAP: Abhilfe bei Reizdarmsyndrom



FODMAP steht für «Fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole». Darunter versteht man kurzkettige Kohlhydratverbindungen wie Fruktose, Laktose, Fruktane, Galaktane sowie Zuckeralkohole wie Sorbit. Diese kommen natürlicherweise in gewissen Nahrungsmitteln vor oder werden bei der Nahrungsmittelproduktion zugesetzt. Sie ziehen im Dünndarm Wasser in den Darm und werden im Dickdarm sehr schnell vergärt. Betroffene reagieren darauf mit Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung.

In einer ersten Phase werden für zwei bis sechs Wochen alle FODMAP-reichen Nahrungsmittel gemieden und eine FODMAP-arme Ernährung durchgeführt.

In der zweiten Phase wird gezielt getestet, welche FODMAP-Nahrungsmittel in welchen Mengen vertragen werden.

In der dritten Phase ist das Ziel, mit möglichst wenigen Nahrungseinschränkungen die Beschwerden genügend wirksam zu kontrollieren.

Das Ernährungskonzept wird seit 2005 laufend erforscht. Deshalb ist es wichtig, die neustens Erkenntnisse zu nutzen und aktuelle Listen zu verwenden.

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