Wohlstandskrankheit Gicht



Gicht (Hyperurikämie) ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der sich im Blut zu viel Harnsäure ansammelt. Ist die Gicht erblich bedingt, handelt es sich um eine primäre Hyperurikämie. Entsteht sie durch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente sprechen Mediziner von einer sekundären Hyperurikämie.

Bis zum ersten Mal spürbare Beschwerden auftreten, können oft Jahre oder sogar Jahrzehnte vergehen. Der erste akute Gichtanfall kommt für die Betroffenen also meist völlig überraschend, häufig ausgelöst durch Alkoholexzesse oder üppige Mahlzeiten. Oft zeigt er sich am grossen Zeh, dessen Grundgelenk dann entzündet ist und stark schmerzt.

Die Therapie zielt darauf ab, den erhöhten Harnsäurespiegel zu senken und die Beschwerden zu lindern. Folgende Massnahmen reduzieren die Gefahr eines Gichtanfalls:

Purinarme Kost (wenig Fleisch, Fisch, Schalen- und Krustentiere)
Genügend Flüssigkeit (mindestens zwei Liter im Tag)
Regelmässige Medikamenteneinnahme
Gewichtsreduktion
Alkoholreduktion oder -abstinenz

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