Der Artikel betrifft die Spitalzusatzversicherungen

Kampf um tiefere Tarife und für günstigere Prämien

Hinter den Kulissen der Gesundheitsbranche ist ein Kampf um tiefere Prämien im Gange. Davon betroffen sind das Kantonsspital St.Gallen sowie die Regionalspitäler der Spitalregion 2–4 des Kantons St.Gallen auf der einen und die Rheintaler Krankenkasse rhenusana auf der anderen Seite. Die rhenusana akzeptiert die überrissenen Tarife für Zusatzversicherte nicht mehr länger. Wir haben den Spitälern im Rahmen der Tarifverhandlungen ein faires Angebot unterbreitet, welches auf den durchschnittlichen Schweizer Tarifen basiert. Das Angebot wurde von den St.Galler Spitälern abgelehnt. Aus diesem Grunde herrscht zwischen der rhenusana und den St.Galler Spitälern derzeit und vorübergehend ein vertragsloser Zustand. Andere Spitalverträge laufen hingegen normal weiter.

Medizinische Leistungen sind jederzeit gedeckt

Es geht hier – wohlverstanden – nur um die Spitalzusatzversicherungen für private und halbprivate Versicherte. Die medizinischen Leistungen sind immer über die Fallpauschale aus der obligatorischen Grundversicherung gedeckt. Strittig sind lediglich die Tarife für Zusatzleistungen wie Hotellerieangebot im Spital, freie Arztwahl usw.

Die rhenusana wie auch andere Krankenkassen stehen unter Druck der Finma, welche dem teuren Treiben in der Branche ein Ende setzen will. Zusatzversicherungen sollen nicht länger als Selbstbedienungsladen für Spitäler und Ärzte dienen. Die Leistungen müssen transparent und nachvollziehbar verrechnet werden, verlangt die Finma.

Die nachfolgenden Artikel auf dieser Seite zeigen, dass das Thema schweizweit brennt und eine Lösung dringend notwendig ist. Nur so können die Prämien für die Zusatzversicherungen auf einem tragbaren Niveau gehalten werden.


25. April 2021

NZZ am Sonntag

Rätselhafte Verluste der Spitäler

Die Schweizer Spitäler melden für 2020 wegen Covid-19 Defizite in Millionenhöhe. Allein der Spitalverbund St.Gallen meldet einen Verlust von 70 Mio. Franken. Derweil wundern sich die Krankenkassen, denn ein Aufschrei in der Öffentlichkeit bleibt aus. 

Die Krankenkassen berechnen, dass sie gleich viel Geld wie im Vorjahr überwiesen haben und zweifeln die Pandemie als Ursache für die hohen Defizite an. Wenn gleich viel Geld überwiesen wurde, kann es nicht zu einem Ertragseinbruch gekommen sein. Vielmehr spielen betriebswirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Sie sehen deshalb nur einen indirekten Zusammenhang zwischen den Verlusten der Spitäler und Corona.

Die Krankenkassen wehren sich gegen die Ansprüche der Spitäler, dass jetzt deren Reserven angezapft werden sollen, um die Defizite zu decken. Es darf nicht sein, dass die Versicherten für die Pandemie aufkommen müssten, heisst es im Artikel der NZZ am Sonntag. 

Tendenziell wird in den kommenden Monaten von steigenden Gesundheitskosten ausgegangen, weil verschobene Operationen nachgeholt werden. Ebenso sei im Nachgang zu Pandemie in der Psychiatrie mit höheren Kosten zu rechnen.

Hier geht’s zum Artikel


16. April 2021

St.Galler Tagblatt

Spital Walenstadt soll Besitzer wechseln

Ein Grossteil der Sarganser Gemeindepräsidenten möchte das Spital Walenstadt kaufen und mit dem Kantonsspital Graubünden einen Pachtvertrag abschliessen. Damit soll ein langfristiger Betrieb sichergestellt werden. In drei Phasen wird bis Ende 2022 geklärt, ob und wie das Spital Walenstadt aus der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland an eine neue Trägerschaft übergeben werden kann. Es gehe nicht nur um die medizinische Versorgung, sondern auch um viele Arbeitsplätze. Das letzte Wort werden die Bürgerinnen und Bürger der acht interessierten Gemeinden haben, wobei die Kosten und der Verteilschlüssel derzeit noch unbekannt sind.

Hier geht’s zum Artikel


28. März 2021

medinside.ch

Die Zusatzversicherung im Visier der Politik

Nach dem Preisüberwacher und der Finanzmarktaufsicht nehmen nun auch eine Nationalrätin und zwei Nationalräte die intransparenten Spitalkostenzusatzversicherungen ins Visier. Der Bundesrat blieb auf die drei Fragen in der Fragerunde vorerst unverbindlich. Gegenüber den Leistungserbringern (Ärzte und Spitäler) seien die Kantone zuständig. Ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege, müsse in jedem Einezlfall abgeklärt werden.
Nach Finma und Preisüberwacher wurde nun auch Bundesberg hellhörig, dass mit dem Geschäft der Spitalzusatzversicherungen einiges im Argen liegt. Doch habe die Finma gegenüber den Spitälern keine Handhabe. Man könne höchstens hoffen, dass die Krankenversicherer ihre Unterschrift verweigern – was die rhensuana gegenüber gewissen Spitälern mit zu hohen Tarifen gemacht hat.
Medinside geht davon aus, dass bei diesem Thema eine Flutwelle auf Spitäler und Krankenkassen, letztlich aber auch auf die Versicherten zukommt. Die Tarife dürften unter Druck kommen und die Versicherten werden teurere Prämien kaum noch akzeptieren. 

Hier geht’s zum Artikel


23. März 2021

Endlich wird das Thema auch von lokalen Medien aufgegriffen

Bericht zur vertragslosen Situation im «Rheintaler»

Aufgrund einer Medienmitteilung der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland SR RWS hat sich «Der Rheintaler» des Themas angenommen. In einem gut recherchierten Artikel geht Seraina Hess auf die ärgerliche Situation für die Versicherten mit einer Spitalzusatzversicherung ein. 
Die Tarife der Spitalregionen 2–4 sowie des Kantonsspitals sind im Vergleich zu anderen, gleichwertigen Spitälern (beispielsweise Kantonsspital in Chur) viel zu teuer. Das ist unfair für die Versicherten und ungerecht für die Krankenversicherungen. Die rhenusana wehrt sich entschieden gegen solch überrissene Tarife und ist nicht mehr länger bereit, überrissene Forderungen zu bezahlen.

Hier können Sie den Artikel laden und nachlesen


21. Januar 2021

RVK schaltet sich in die Finma-Anforderungen an die Spitäler ein

Nicht alle Spitäler werden Finma-Forderungen erfüllen

Die RVK ist das Dienstleistungszentrum für Risiko- und Leistungsmanagement für verschiedene Krankenversicherungen, unter anderem für die rhenusana. Das RVK-Zentrum beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Leistungserbringung und wurde auch zu Kontrollen beigezogen. Das Ausmass, die Reichweite und die Dringlichkeit haben sie dabei selber überrascht, wie die RVK im Brief vom 21. Januar an die rhenusana schreibt. 

Die RVK schlägt acht Sofortmassnahmen vor, um die Forderungen der Finma (siehe unten, 17. Dez. 2020) umzusetzen. Unter anderem seien Mehrleistungen im halbprivaten und privaten Bereich gegenüber der allgemeinen Abteilung stets auszuweisen. Die RVK geht davon aus, dass es für die Krankenversicherer nicht zu vermeiden sei, in einen vertragslosen Zustand mit gewissen Spitälern zu geraten, da nicht alle bereit seien, Finma-konforme Verträge abzuschliessen. Sie empfiehlt den Krankenkassen als Risikoträger, sich vor überhöhten und intransparenten Forderungen der Leistungserbringer zu schützen.

Trotz der klaren Sachlage bedauert es die rhenusana ausserordentlich, dass einzelne Versicherte während des vertragslosen Zustands mit dem Kantonsspital St.Gallen und den Spitälern der Spitalregion 2 bis 4 unter Umständen nicht in den Genuss der vollen Leistungen kommen. Zur Abfederung hat die rhenusana eine Reihe von Massnahmen zur Unterstützung der Versicherten während der vorübergehend vertragslosen Zeit vorbereitet.


1. Januar 2021

Spitalliste rhenusana

Mit diesen Spitäler besteht aktuell kein Vertrag

Hier können Sie die Liste der Spitäler einsehen und downloaden, mit welchen die rhenusana derzeit keinen Tarifvertrag hat. Als privat oder halbprivat Versicherte Person können Sie von unseren Ausweichangeboten Gebrauch machen und entweder in ein anderes Spital ausweichen oder in einem der aufgeführten Spitäler in die allgemeine Abteilung wechseln. Kommt beides nicht in Frage, so müssen Sie vorübergehend die Zusatzkosten für die private oder halbprivate Abteilung selber übernehmen, was wir ausserordentlich bedauern. Setzen Sie sich bitte mit unserem Kundendienst in Verbindung.


23. Dezember 2020

Neue Zürcher Zeitung

«Instransparenz und zu hohe Kosten bei Krankenzusatzversicherungen»

Die Finma ruft Spitäler, Ärzte und Krankenkassen zur Disziplin auf und fordert konziser gefasste Tarifverträge ein. Dies ist ein Grund, warum Krankenversicherungen (wie die rhenusana) bei den Leistungserbringern genauer hinschauen. Die CSS bestätigt, dass sie rund 70% sämtlicher Verträge mit Leistungserbringern im Bereich der Spitalzusatzversicherungen gekündigt hat und nun neue Verträge mit faireren Tarifen aushandeln will. Wo kein Vertrag zustande kommt, werden auch den CSS-Kunden Alternativen für Spitalbehandlungen aufgezeigt.

Auch die rhenusana steckt mitten in den Vertragsverhandlungen mit dem Kantonsspital St.Gallen und den Spitalregionen 2–4. Kommt bis zum Jahresende keine Einigung zustande, droht mit diesen Anbietern ein vertragsloser Zustand.

Hier gehts zum Artikel


17. Dezember 2020

Die rhenusana erhält Post von der Finma

Die Finma setzt Druck auf

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma ist nicht mehr bereit, die intransparenten Tarifverträge zwischen Krankenversicherern und gewissen Spitälern zu akzeptieren. Sie verlangt von der rhenusana – wie auch von andern Krankenkassen – ultimativ transparente und nachvollziehbare Abrechnungen für Spitalzusatzversicherungen. Weil Spitalaufenthalt, Behandlungen und Medikamente in jedem Fall über die Grundversicherung gedeckt sind, dürfen den Halbprivat- und Privatversicherten nur nachvollziehbare und ausgewiesene Zusatzleistungen belastet werden. 

Insbesondere werden die Versicherer aufgefordert, zu kontrollieren und durchzusetzen, dass es keine Doppelverrechnungen mehr gibt, dass also die gleiche Leistung nicht über die Grundversicherung sowie ein zweites Mal über die Zusatzversicherung verrechnet werden. Die Vergütung von Mehrleistungen für die Zusatzversicherung seien klar auszuweisen. Die Honorarforderungen von Spitälern und Ärzten, welche im Quervergleich unbegründet hoch ausfallen, werden als Missstand bezeichnet, den es zu beheben gilt.

Die Finma hat in ihren Stichproben festgestellt, dass beispielsweise einfache Hüftoperationen über die Grundversicherung mit einer Fallpauschale von 16‘000 Franken gedeckt sind. Je nach Spital werden für Zusatzversicherte zusätzlich zwischen 1‘500 und 25‘000 Franken in Rechnung gestellt. Den Versicherten bleibt diese Verrechnung meist verborgen. Entweder erhalten sie gar keine Abrechnung, oder diese ist so intransparent, dass sie die Mehrkosten nicht nachvollziehen können, schreibt die Finma begleitend in ihrer Medienmittelung.

Bei der rhenusana rennt die Finma offene Türen ein. Die Rheintaler Krankenkasse wehrt sich vehement gegen die überrissenen Tarife des Kantonsspitals St.Gallen und der Spitäler der Spitalregion 2 bis 4 im Kanton St.Gallen. Überrissene Tarife bedeuten unnötige Zusatzkosten und damit für die Versicherten unnötig hohe Prämien. Dagegen wehren wir uns mit allen Mitteln.


5. Dezember 2020

Medinside

«Krankenkassen erhalten unangenehmen Besuch von der Finma»

Die Eidgenössische Finanzaufsichtsbehörde Finma kritisiert, dass in vielen Leistungsabrechnungen von Ärzten und Spitälern nicht ersichtlich ist, welche Mehrleistungen in der Zusatzversicherung zusätzlich in Rechnung gestellt werden. So zeigt ein Kostenvergleich des Portals Medinside, dass bei einem Halbprivatpatienten das Kantonsspital St.Gallen für die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks mehr als das Doppelte verlangt als die Kantonsspitäler Graubünden und Zug. Auch die Regionalspitäler im Kanton St.Gallen verlangen für diesen Routineeingriff mehr als die Kantonsspitäler in Schaffhausen, Luzern, Chur und Zug.

Die Finma erwartet, dass Produkte der Krankenzusatzversicherung künftig einen klaren Mehrnutzen gegenüber der Grundversicherung aufweisen, der auch preislich nachvollzogen und verglichen werden kann. Prämienzahlende sollen einen fairen Preis für echte Mehrleistungen zahlen, mehr nicht. Die Krankenkassen müssten dies sicherstellen und die Finma wird sie dabei überwachen.

Hier geht’s zum Artikel


5. Dezember 2020

NZZ am Sonntag

«Erste Krankenkassen künden den Spitälern die Verträge»

Nach Lohnexzessen verfügt die Finanzmarktaufsicht: Krankenkassen dürfen nicht länger überrissene Arztrechnungen für zusatzversicherte Patienten bezahlen. Der Artikel in der NZZaS berichtet von verschiedenen Missbräuchen. So wurde im Sommer letzten Jahres bekannt, dass am Universitätsspital Zürich ein Chefarzt an mehreren Operationen gleichzeitig teilnahm. Ein anderer leitete lukrative Privatpatienten in die eigene Privatpraxis um. Diese Missstände sollen behoben werden. Tiefere Tarife bedeuten für die Krankenkassen tiefere Kosten und für die Versicherten wiederum tiefere Prämien.

Hier geht’s zum Artikel


16. November 2020

FM1Today

«Hüftgelenke oder Kaiserschnitte: Das Kantonsspital St.Gallen ist teuer»

Das Ostschweizer Portal FM1Today deckt auf, dass das Kantonsspital St.Gallen den Krankenkassen für Zusatzversicherte besonders hohe Tarife verrechnet. Mehr als Doppelte kostet ein neues Hüftgelenk im Kantonsspital St.Gallen als in Chur oder Appenzell. Das gleiche gilt für einen Kaiserschnitt für Patienten, welche privat oder halbprivat versichert sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die medizinischen Leistungen wie die Operation mit allem, was dazu gehört, stets über die Grundversicherung gedeckt und bezahlt wird. Das Kantonsspital nahm auf Anfrage hin keine Stellung.

Hier geht’s zum Artikel


10. November 2020

Medinside

«Soviel kostet ein Kaiserschnitt»

Auch für einen Kaiserschnitt verlangt das Kantonsspital St.Gallen für Zusatzversicherte mehr als vergleichbare Spitäler. Das Kantonsspital St.Gallen nahm auch zu diesem Artikel keine Stellung.

Hier geht’s zum Artikel


4. November 2020

Medinside

«Warum ist das St.Galler Kantonsspital so viel teurer?»

Diese Frage stellt das Portal Medinside. Das Montieren eines künstlichen Hüftgelenks kostet im Kantonsspital St.Gallen mehr als das Doppelte als beispielsweise in Chur. So kostet die halbprivate Zusatzversicherung zusätzlich 12‘645 Franken. In Chur kostet der gleiche Eingriff gerade mal die Hälfte, nämlich 6‘115 Franken. Wohlgemerkt: Es sind dies die Tarife für Leistungen, die nicht bereits durch die Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) abgegolten werden. Spitalpflege, operativer Eingriff, Operationssaal, Operateur, Anästhesist, Assistent, Implantate, Investitionen – all das wird durch die Grundversicherung separat bezahlt.

Weitere interessante Preisvergleiche gibt es im Artikel


10. September 2020

Medinside

«Innova kündigte 180 Spitälern den Vertrag»

Die Innova Krankenkasse hat sich auf Zusatzversicherungen spezialisiert und versichert Leistungen, die über die obligatorische Grundversicherung (OKP) hinausgehen. Sie ist deshalb besonders betroffen von überrissenen Rechnungen für privat und halbprivat Versicherte, wie sie in den letzten Jahren im Schweizer Gesundheitswesen immer wieder verrechnet werden. 

Weil verschiedene Spitäler überdurchschnittlich hohe Preise verrechnen, hat sie die Verträge mit 180 Spitälern aufgekündigt. Die Krankenkasse hat sich zum Ziel gesetzt, mit dieser Massnahme die Prämien ihrer Spitalzusatzversicherungen um bis zu 20% zu senken.

Hier geht’s zum Artikel